Ich mag die “üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG” nicht. Irgendwie weiß man das, wenn man meinem Twitter-Stream ab und zu folgt.
Gestern morgen begab es sich, dass ich folgendes feststellte: Die Abokarten für die nächsten zwei Montate sind wohl in meinem Müll gelandet. Okay. Mein Fehler. Da lasse ich mir am Telefon (eher ungern) sagen, dass ich diesbezüglich persönlich vorsprechen müsse, weil es nicht möglich sei, mir einfach neue Karten zu schicken.
Jetzt wirds spannend
Der persönliche Besuch im Service Center City sollte meinem Problem Abhilfe schaffen. Glücklicherweise profitieren Hannoveraner von arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten, die online für Montag bis Freitag von 09:30-20:00 Uhr angegeben werden. Denkt man so. Leider ist das nicht so.
Auftritt: Service Center City
Gegen 19:15 Uhr fand ich mich im Service Center City ein. Meine freundliche Begrüßung wurde mit einem herzlichen
“Was woll’n Se denn?!”
beantwortet.
Bedauerlich, dass da – offensichtlich frustrierte – Menschen in meinem Alter saßen, denen es – ebenso offensichtlich – nicht möglich war, mich freundlich zurück zu grüßen. Das ist traurig. Besonders, weil meine erneute Begrüßung (“Das heißt ‘Guten Tag’.”) dann auch in hektischem Gelächter unterging.

Ich nahm mir die Freiheit, mein Problem zu schildern. Glücklicherweise bedurfte es keiner längeren Ausführungen. Die üstra ist nämlich der Meinung, ihren Abo-Kundendienst nur von 10-18 Uhr verfügbar zu halten. Abo-Kunden sind im übrigen die, die sich ihren Beitrag für die Monatskarte freiwillig (und in den meisten Fällen sicher auch sehr zeitnah nach dem Monatswechsel) abbuchen lassen. Kunden also, denen man als Unternehmen in den Arsch kriechen sollte.
Die üstra verfolgt eine andere Strategie: Gut und regelmäßig zahlende Kunden dürfen eben eher kommen und ihre Arbeit früher verlassen. Das macht Sinn, da sowas den Arbeitgeber enorm erfreut.
Leider erzählt die üstra weder auf ihrer Website von den unbequemeren Öffnungszeiten, noch gibt sie ihren Call Center-Agenten die Anweisung, sie zu kommunizieren.
Prima, nicht wahr?!
Vielleicht bin ich zu empfindlich …
… aber ich könnte kotzen, wenn mir sowas passiert. Und zwar einen armdicken Strahl.
Seit dem August 2001 bucht die üstra monatlich den Beitrag für meine Monatskarte ab. Ohne, dass sie fragen müsste, ob es in Ordnung ist, dass die Preise steigen.
Seit 2001 bestraft mich die üstra mit Kontrollen, deren Konsequenz es ist, dass ich 7 Euro für den vergessenen Wechsel einer Monatskarte bezahlen muss (weil ja jemand eine Quittung beim nachträglichen Vorzeigen ausstellen muss).
Seit – gefühlt – 1871 bin ich der kommunikativen Willkür dieses Unternehmens ausgesetzt, dass nicht in der Lage ist, seine Kunden zeitnah und intelligent über Störungen zu unterrichten.
Mit reicht es.
Marina meinte am 22.10.2011 um 21:56 Uhr
In der Hoffnung, dass sich die Üstra ändert, wenn die Menschen im Internet darüber kommunizieren, habe ich auch zum Thema geschrieben (Schwerpunkt sind die netten Fahrkartenkontrollen). Schaut hier: http://www.no-mads.de/myblog/?p=506
Mittlerweile könnte ich schon wieder einen neuen Artikel schreiben – über einen U-Bahn Takt von 20 Minuten am Sonntag und überfüllten Bahnen, wenn denn so außergewöhnliche Ereignisse wie ein Spiel der Scorpions, ein Fussballmatch oder gar der Schulschluss einer IGS eintritt.