Ihr kennt das. Man nimmt sich etwas vor. Startet einen Versuch. Und noch einen. Und noch einen. Um immer wieder festzustellen, dass es sinnlos ist, weiterzumachen – weil der Grund, den Versuch fortzusetzen irgendwie so gar nicht mehr da ist.
So ging es mir – einem ausgemachten Web 2.0-Spacko – seit Jahren mit dem Bloggen. Mindestens acht Versuche habe ich über mich ergehen lassen. Und wieder abgebrochen. Nach kürzester Zeit dachte ich: “Worüber willst Du eigentlich schreiben?” Eine Antwort, die mich überzeugte, ist mir nie eingefallen.
Darum wird jetzt alles anders
Nicht der gute Vorsatz für 2010 ist jetzt mein Grund, das mit dem Bloggen wieder zu versuchen. Meine Initialzündung war der Freitod von Robert Enke am 10. November 2009. Der damit verbundene emotionale Amoklauf von Menschen in meiner Umgebung und – ganz besonders – in meinem Lieblingsspielzeug Twitter machten mir bewusst, dass ich eine Plattform brauche, auf der ich mich über alles auslassen kann, das mich interessiert und bewegt. Damit war die Idee wiedergeboren, zu bloggen. Dieses Mal konsequent und mit Leidenschaft. Auch wenn es wieder ein wenig gedauert hat, die Idee auch wirklich umzusetzen. Versprochen. :-)
Und außerdem so
Es wäre nicht so ganz richtig, behauptete ich, nur Robert Enke sei schuld. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich wahnsinnig gerne mit allem beschäftige, vor das man das Attribut “online” schreiben kann.
Wo es geht, registriere ich Accounts bei fast jedem neuen Webservice, der auf der Bühne des Web 2.0 {fügen Sie hier bitte “Web 3.0″ ein, wenn die Zeit gekommen ist} aufschlägt. Blogs sind spannend. Schon immer. Ich lese mehr als 200 Feeds und finde die Idee des Blog-Individualjournalismus seit jeher spannend.
Immer nur passiv sein, macht auch online keinen Spaß. Aktiv ein Blog zu betreiben, sich Gedanken zu machen, mit der Technik auseinander zu setzen, SEO-Aspekte zu berücksichtigen – das ganze Drumherum – scheinen mir ein sinnvoller Teil der Onlinefreizeitbeschäftigung zu sein. Immer nur zu versuchen, Youporn leer zu kucken ist auf Sicht gesehen auch nicht wirklich befriedigend.
Zugegeben: Ich habe gelogen
jaettiblog ist natürlich nicht mein 1. Blogprojekt. Seit Ende 2008 tobt mein Fotoblog Blende8 auf meiner Onlinespielwiese herum. Publizieren von visuell dominierten Inhalten fiel mir seit damals leichter, als das Schreiben von Texten. Vielleicht liegt es daran, dass Fotografieren leichter ist, als Nachdenken und formulieren. Ob das so ist, werde ich in der nächsten Zeit herausfinden :-)
Macht mit!
Blogs leben auch von der Aktivität der Besucher. Daher freue ich mich auf Eure Kommentare, Anregungen und konstruktive Kritik.
Gas geben, Freunde!
Silvia meinte am 24.02.2010 um 19:23 Uhr
OHMEINGOTT!!! Das virtuelle Gequassel continued…
Jetzt changieren deine Augenringe wohl dann einfach tatsächlich nur noch von Dunkles Schiefergrau mit ein wenig Papayacreme zu Blasse Goldrutenfarbe mit einem Klecks Alte Spitze und einer Facette Persenningblau um sich dann schließlich im Krickentengrün zu manifestieren. :-)
Keep on going!